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g-ACKER_H

BAUM_H

WIESEN_H

bergwald_klein

STEIN_H

Ackerhummel
(Megabombus pascuorum)

Baumhummel
(Bombos hypnorum)

Wiesenhummel
(Bombus patrorum)

Bergwaldhummel klein
(Bombus wurfleini)

Steinhummel
(Bombus lapidarius)

DUNKLE_H

WALD_H

GARTEN_H

berghummel_klein

HELLE_H

Dunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)

Waldhummel
(Bombus sylvarum)

Gartenhummel
(Bombus hortorum)

Berghummel klein
(Bombus mesomelas)

Helle Steinhummel
(Bombus lucorum)

Hummel (Bombini)

Die Hummeln (Bombus) sind eine zu den Bienen gehörende Gattung sozial lebender Insekten. Die über einen Wehrstachel verfügenden Hautflügler (Hymenoptera) gehören zu den Stechimmen, auch Wehrimmen genannt.

In Mitteleuropa gibt es 28 Hummelarten. zu den größten gehören die Erdhummel (Bombus terrestris),
und die Steinhummel (Bombus lapidarius), deren Königinnen eine Größe von etwa 20-24 mm erreichen.

Hummeln leben in Völkern, die bis zu einigen hundert Tieren beherbergen. Jedes Volk besteht nur eine Vegetationsperiode lang; alle Nestangehörigen mit Ausnahme der neuen Königinnen sterben im Herbst. Die befruchteten Weibchen überwintern, erwachen im Frühjahr und gründen dann neue Völker. Jede Königin sucht sich zwischen Gebüsch oder im Gras, in einem verlassenen Mauseloch oder in einer Felsspalte einen geeigneten Platz.

Zum Bau von etwa einem Dutzend kleiner fingerhutförmiger Zellen, in die Eier und Honig kommen, benutzt sei eine Mischung aus Wachs, Pollen und Harz. Die Königen trägt Nahrung - Nektar und Blütenstaub - für die Brut herbei. Oftmals legt sie neben der Brutzelle einen “Honigtopf” mit verschließbarem Deckel an. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven entwickeln sich zu kleinen unterernährten Weibchen mit verkümmerten Eierstöcken. Diese sterilen Hummeln bilden die erste Generation von Arbeiterinnen, die nun das Futter herbeischaffen und das Nest vergrößern, während die Königin weitere Eier legt. Mit der Zeit wird mehr Nahrung herbeigeschafft, und die neuen Zellen werden größer.

Ein Hummelnest wird etwa so groß wie eine Männerfaust. Im Spätsommer entwickeln sich einige der Eier zu Königinnen und Drohnen, die schließlich ausfliegen und sich paaren. Kurz danach sterben die Drohnen. Die befruchteten Königinnen dagegen suchen einen Platz zum Überwintern. Im Spätherbst sterben alle Arbeiterinnen, und das Nest zerfällt schließlich..

Allgemein

Ein Hummelvolk besteht je nach Hummelart aus etwa 50 bis 600 Tieren und einer Königin. Die Mehrzahl der Tiere sind Arbeiterinnen, daneben hat das Volk auch Drohnen (Männchen) und Jungköniginnen. Es überlebt in Europa nur einen Sommer und geht am Jahresende zugrunde (siehe Fortpflanzung und Nestbau).Drohnen und Arbeiterinnen leben etwa drei bis vier Wochen, die Königin wird bis zu einem Jahr alt und verbringt von dieser Zeit bis zu 8 Monate im Winterschlaf. Die Hummel ist sehr früh im Jahr unterwegs und sie erzeugt die zum Fliegen notwendige Körpertemperatur durch Vibrationen der Brustmuskulatur. So kann die Königin bei Temperaturen ab 2 °C fliegen und Arbeiterinnen ab 6 °C. Eine Biene zum Vergleich braucht eine Mindesttemperatur von 8 °C. Während der Nahrungsaufnahme können Hummeln ihre Körpertemperatur konstant halten.

Körperbau

Der kräftige, rundlich ovale Körper besteht aus 3 Abschnitten: dem Kopf, dem Thorax und dem Abdomen. Er ist pelzartig mit Haaren bedeckt, was sie vor Kälte schützt, ausserdem mehrfarbig gestreift, meist Gelbschwarz. Diese Färbung kommt in unterschiedlicher Weise z. B. bei der Ackerhummel und der Steinhummel vor, während etwa die Erdhummel und die Gartenhummel einen weissen Hinterleib haben und sich stark gleichen.Hummeln haben einen Rüssel zur Nahrungsaufnahme, der je nach Art unterschiedlich lang ist. Bei den Königinnen beträgt die Länge im Durchschnitt ca 13 mm, bei Arbeiterinnen ca. 12 mm und bei Drohnen ca. 10 mm. Es sind jeweils paarig Fühler, Facettenaugen und transparente Flügel vorhanden sowie 6 mehrgliedrige Beine.Die Königinnen werden je nach Art zwischen 15 und 23 mm lang, bei einer Spannweite von 18-43 mm, die Arbeiterinnen und Drohnen werden8-21 mm lang und haben eine Spannweite von 18-34 mm. Die Größe variiert auch innerhalb der eigenen Arten, sowohl bei Drohnen als auch bei Arbeiterinnen.

Verbreitung und Arten

Weltweit gibt es etwa 250 Hummelarten, die vor allem in den gemäßigteren und kühleren Regionen der Nordhalbkugel vorkommen. Besonders artenreich sind die Hummeln in Europa und Asien vertreten, sie besiedeln praktisch die gesamte eurasische Landfläche nördlich des Himalaya. Sie fehlen in Afrika südlich der Sahara und in Australien, in Indien sind sie nur oberhalb von 1000 m zu finden, wenige Arten bewohnen die Berge von Taiwan, Java und Sumatra. In wärmeren Regionen sind Hummeln weitgehend auf Gebirge beschränkt, auch in Amerika, wo sie in vergleichsweise wenigen Arten bis nach Feuerland verbreitet sind. Allerdings gibt es auch einzelne Arten, die das Amazonasbecken besiedeln.

In Europa gibt es etwa 70 Arten, 36 davon in Deutschland.

Auf der "Roten Liste" der bedrohten Arten stehen zur Zeit 16 Hummelarten .In einigen Regionen, z. B. in Nordrhein- Westfalen, sind bereits einige Arten ausgestorben. Hummeln sind neben Hornissen und Wildbienen in Deutschland durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt, ähnliche Schutzbestimmungen gibt es in vielen anderen Ländern.

Europäische Hummelarten

(nach lateinischem Namen sortiert)

  • Alpenhummel (Bombus alpinis)
  • Tonerdhummel (Bombus argillaceus)
  • Armeniacushummel (Bombus armeniacus)
  • Kryptarum-Erdhummel (Bombus cryptarum)
  • Cullumanushummel (Bombus cullumanus)
  • Deichhummel (Bombus distinguendus)
  • Dufthummel (Bombus fragans)
  • Eisenhuthummel (Bombus gerstaeckeri)
  • Ungarische Hummel (Bombus haematurus)
  • Gartenhummel (Bombus hortorum)
  • Veränderliche Hummel (Bombus humilis
  • Baumhummel (Bombus hypnorum)
  • Unerwartete Hummel (Bombus inexpectatus)
  • Heidehummel (Bombus jonellus)
  • Laesushummel (Bombus laesus)
  • Steinhummel (Bombus lapidarius)
  • Berglandhummel (Bombus lapponicus bzw. B. moniticola)
  • Helle Erdhummel (Bombus lucorum)
  • Grosse Erdhummel (Bombus magnus)
  • Trughummel (Bombus mendax)
  • Berghummel (Bombus mesomelas)
  • Grauweisse Hummel (Bombus mucidus)
  • Mooshummel (Bombus muscorum)
  • Ackerhummel (Bombus pascuorum)
  • Obsthummel (Bombus pornorum)
  • Wiesenhummel (Bombus pratorum)
  • Pyrenäenhummel (Bombus pyrenaeus)
  • Grashummel (Bombus ruderarius)
  • Feldhummel (Bombus ruderatus)
  • Baltische Hummel (Bombus sernenoviellus)
  • Höhenhummel (Bombus sicheli)
  • Distelhummel (Bombus soroeensis)
  • Erdbauhummel (Bombus subterranus)
  • Waldhummel (Bombus sylvarum)
  • Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)
  • Sandhummel (Bombus veteranus,Bombus equestris)
  • Bergwaldhummel (Bombus wurfleini)

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Systematik

Innerhalb der Bienen gehören die Hummeln zur Gruppe der Körbchensammler, eine monophyletische Gruppe, zu der unter anderen auch die Honigbienen gehören. Die phylogenetische Struktur innerhalb der Gruppe ist bisher nicht befriedigend geklärt, so lässt sich nach derzeitigem Stand der Forschung nicht sagen, welches die Schwesterngruppe der Hummeln ist.
Die Hummeln selbst werden in eine Reihe von etwa 35 Untergattungen unterteilt, deren Abgrenzung voneinander aber schwierig ist, da die Hummeln einen sehr einheitlichen Körperbau haben. Von vielen Autoren wurden die Kuckuckshummeln der Untergattung Psithyrus als eigene Gattung abgespalten. Phylogenetische Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass Abweichungen im Körperbau bei den Kuckuckshummeln lediglich als Anpassungen an die Lebensweise zu deuten sind, Psithyrus bildet offenbar keine Schwestergruppe zu den übrigen Hummeln.

Nahrungssuche und Bestäubung

Hummeln gehören neben Bienen und Fliegen zu den wichtigsten Bestäuberinsekten. Ihre Temperaturunempfindlichkeit ermöglicht es Hummeln, weitaus länger als Bienen auf Nahrungssuche zu sein. Hummeln fliegen täglich in bis zu 18 Stunden bis zu 1000 Blüten an, um Nahrung zu suchen, selten mehr als 2 verschiedene Blütenarten je Flug. Einige Pflanzenarten, zum Beispiel Taubnesseln, werden ausschliesslich von langrüsseligen Hummeln bestäubt, während diese den Nektar entnehmen. Sie bestäuben unter anderem auch viele Obstarten. Hummeln fliegen im Gegensatz zu Bienen auch bei schlechtem Wetter Blüten an, um das Überleben ihres Volkes zu sichern, da ihre Nahrungsvorräte kleiner sind als die der Bienen. Sie ernähren sich von Pollen und Nektar, die Arbeiterinnen decken ihren extrem hohen Energiebedarf über Nektar.Die Eigenschaft, auch in feuchten Sommern die Blütenbestäubung zu sichern und die geringe Temperaturempfindlichkeit im Vergleich zu Bienen macht sie besonders in regnerischeren Sommern mit niedrigen Durchschnittstemperaturen zu wichtigen Helfern vieler Pflanzenarten, darunter etliche Obst- und Gemüsearten. Die grosse Anzahl angeflogener Blüten macht das Züchten attraktiv. Es gibt Hummelzüchter, die die Insekten unter anderem an Obstbauern verkaufen. Hierbei werden die Hummeln in einem Karton verschickt, der zwei von einander getrennte Kammern enthält, damit die Hummeln ihren Lebensbereich von Kot frei halten können.

„Sammeltechniken“

Der lange Saugrüssel vieler Arten ermöglicht die Nektarsammlung aus tiefkelchigen Pflanzen. Hummeln sind kräftig genug, um geschlossene Blüten zu öffnen. Sie beissen gelegentlich Nebeneingänge in Blütenkelche, um sich den Weg zum Nektar zu ermöglichen. Der Nektar wird im Magen gesammelt und im Nest wieder hochgewürgt. Aus dem Nektar stellen Hummeln mit Hilfe körpereigener Enzyme Honig her, der aber für Menschen wegen der geringen Vorräte nicht interessant ist. Der Honig wird in leeren Brutzellen aufbewahrt.

Beim Vibrationssammeln hängt die Hummel an einer Blüte und erzeugt durch Flügelschlagen Vibrationen. Dadurch löst sich Pollen, der die
Hummel dann am ganzen Körper bedeckt. Sie bürstet ihn ab und formt daraus Klumpen.

Der Pollentransport geschieht generell an den Hinterbeinen, deren lange Borsten die durch Belecken verklebten Pollenhöschen halten.

Verteidigungsverhalten

Auch Hummeln können stechen.

Hummeln können beissen, doch nur die Arbeiterinnen auch mit ihrem Wehrstachel stechen. Diese verfügen jedoch nur über einen relativ schwach ausgebildeten Stechapparat. Beim Stich wird ein Gift auf das Opfer übertragen.
Viele Quellen geben an, dass Hummeln ihren Stachel zwar ausfahren können, es ihnen aber mangels oder aufgrund zu schwach ausgebildeter, notwendiger Muskeln wie ihn etwa Bienen haben, nicht gelingt, den Stachel aus eigener Kraft durch die Haut von Menschen bzw. in Tierkörper zu stossen. Tritt jemand auf eine Hummel, kann es jedoch durchaus zu einem Stich kommen, weil dann der Widerstand des Bodens die fehlenden Muskeln ausgleicht. Dasselbe ist auch beim Festhalten einer Hummel möglich.
Hartnäckig hält sich das weit verbreitete Gerücht, Hummeln könnten überhaupt nicht stechen. Das ist jedoch nicht richtig Wenn eine Hummel ihr Nest oder ihr Leben verteidigt, kann ihr Stich aufgrund der Wucht des Anflugs durchaus auch durch die Haut von Menschen gehen, wobei selbst ein Anritzen der Haut im Vorbeiflug bereits unangenehme Folgen haben kann.
Wie andere friedliche Stechimmen, Bienen, Wespen und Hornissen, stechen Hummeln eher selten, das heisst nur dann, wenn sie sich wie zum Beispiel beim Quetschen ihres Körpers bedroht fühlen. Befürchten sie einen Angriff auf ihr Nest, legen sie sich bedrohlich brummend auf den Rücken. Wenn darauf kein Rückzug erfolgt, kann es auch zu Attacken mit Bissen und Stichen kommen. Die verschiedenen Hummelarten haben ein unterschiedlich ausgeprägtes Aggressionspotenzial, unter ihren Verwandten sind jedoch die Hummeln die friedlichsten Wehrstachelträger.
Beim Menschen zwickt der Biss nur geringfügig, jedoch kann ein Stich durch das eingespritzte Gift durchaus schmerzhaft sein. Wie die Stiche und Gifte von Bienen und Hornissen sind die äusserst seltenen Hummelstiche sowie ihr sich von den Bienen unterscheidendes Gift für Menschen harmlos. Lediglich für Allergiker besteht die Gefahr eines Allergieschocks.

Natürliche Feinde

Neben den schmarotzenden Kuckuckshummeln ist die Gro￟e Wollbiene (Anthidium manicatum) für die Hummeln gefährlich. Die Männchen der Großen Wollbiene verteidigen ihr Revier gegen eindringende Bienen und Hummeln, indem sie auf diese zufliegen und kurz vor dem Zusammenprall ihren dornenbewehrten Hinterleib nach vorn krümmen. Dabei werden häufig die Flügel der Angegriffenen zerstört. Die flugunfähigen Insekten verhungern.

Wollbienen schädigen einzelne Hummeln, die Nachkommenschaft der Wachsmotte kann ein ganzes Hummelvolk vernichten. Die Wachsmotte fliegt durch Nektar- und Pollenduft angelockt in das Hummelnest und legt dort Eier. Die daraus schlüpfenden Larven fressen die Waben samt enthaltenen Hummeleiern und -larven. Der Nachwuchs der Hummeln bleibt aus und das betroffene Hummelvolk erlischt.
Die Dickkopffliege, ein Endoparasit, legt ihr Ei in Hummeln, Bienen und Wespen ab. Die Larven ernähren sich dann von den Innereien des Wirtes. Stirbt dieser, verpuppen sie sich im leergefressenen Körper.
Milben setzen sich auf der Hummel fest und ernähren sich von deren Blut, was zur Schwächung führt.

Hummelsterben

Häufig finden sich unter Spätblühenden Linden, besonders unter Silberlinden, viele tote und sterbende Hummeln.
Die für Bienen und Hummeln unverdauliche Zuckerart Mannose stand lange unter dem Verdacht, den Tod der Hummeln verursacht zu haben. Sie kommt jedoch nach neueren Erkenntnissen nicht im Nektar dieser Linden vor Laboruntersuchungen ergaben, dass die dort verendenden Tiere einen sehr geringen Zuckergehalt im Körper hatten. Diese Hummeln sind nach kurzer Zeit wieder flugfähig, wenn man ihnen beispielsweise mit einer kleinen Spritze einige Zuckerwassertropfen auf dem Boden anbietet, welche sie mit ihrem Rüssel direkt aufnehmen können. Daraus wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass aufgrund von Nahrungsmangel in der näheren Umgebung von Linden auch viele andere Hummelvölker und Bienen hier auf Nahrungssuche gehen und es daher zu einer starken Verknappung
des Angebotes kommt. Der Theorie nach haben die Hummeln dann für den Anflug soviel Energie verbraucht, dass sie keine andere Nahrungsquelle mehr aufsuchen können. Hummeln haben im Gegensatz zu den Bienen kein Zeitgedächtnis, welches ihnen auch ermöglichen würde, die morgens und abends Nektar produzierenden Bäume gezielt anzufliegen.

Hummelschutz

Landschaftsarchitekten sowie die Landschaftsgärtner sind mitverantwortlich für die Pflanzenvielfalt. Bei den Bepflanzungsplänen ist ein ausgewogenes Verhältnis von früh- und Spätblühenden Pflanzen wichtig. Ebenso ist der durch die Intensivlandwirtschaft bedingte Artenschwund vieler Pflanzen verantwortlich für den Rückgang vieler nicht so anpassungsfähiger Hummelarten.
Kleingärtner können durch die Auswahl nektarreicher Arten, die vor allem im Spätsommer und Herbst blühen, einen Beitrag zum Hummel- und Bienenschutz leisten. Es sollten nicht zu viele verschiedene Pflanzenarten gewählt werden, da Hummeln, die nur einen Sommer bis in den Herbst hinein leben, erst mühsam erlernen müssen, den jeweiligen Pflanzen den Nektar zu entnehmen. Wegen der unterschiedlichen Blütenformen ist die Technik hierfür nicht für alle Pflanzen gleich Die zeitaufwendige Lernphase wird von den Tieren nur begonnen, wenn es sich aufgrund eines ausreichenden Angebots lohnt.

Fütterung als "Erste Hilfe- Massnahme"

Wer geschwächte Hummeln auf der Erde entdeckt, kann diese durch Tröpfchenweise verabreichtes Fruchtzuckerwasser stärken. Hierfür bieten sich Pipetten oder Spritzen an, die Hummelfreunde häufig zusammen mit kleinen Mengen an Fruchtzuckerwasser bei sich führen.

weitere hilfreiche Massnahmen

Oft sind Hummeln aber auch nur starr vor Kälte, dann hilft etwas Anwärmen in der hohlen Hand (Vorsicht: nie drücken, sie sticht sonst!)
oder nass geworden (dann auf etwas Küchen- oder Löschpapier setzen, damit die Nässe aufgesaugt wird, und anhauchen zum Erwärmen).

Nistkästen für Hummeln

Neben dem Nahrungsangebot ist vor allem auch der Mangel an geeigneten Nistplätzen ein grosses Problem für Hummeln. Naturbelassene Landschaften werden immer seltener und damit auch verlassene Mäusenester, in denen Hummeln nisten können.

In geeigneter Umgebung mit vielfältigem Nahrungsangebot können für Hummeln spezielle Nistkästen aufgestellt werden.
Allerdings bedarf die Haltung von Hummeln einer gewissen Erfahrung. Im Internet finden sich verschiedene Gruppen von Hummelfreunden, die in diversen Foren ihr Wissen austauschen.

Das Hummel-Paradoxon

Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass Hummeln nach den Gesetzen der Aerodynamik nicht fliegen könnten, weil das Verhältnis von
Flügelgröße zu Gewicht nicht ausreiche.

Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. (Die Hummel kümmert das nicht und fliegt trotzdem...)

Dieses „Hummel-Paradoxon“ wurde erst 1996 aufgelöst, als Charlie Ellington von der Universität Cambridge Versuche zum Insektenflug vornahm.
Das Flugverhalten der Insekten ist nämlich wesentlich komplizierter als das eines Flugzeugs mit starren Flügeln. Durch den Insektenflügelschlag werden Wirbel erzeugt, die weiteren Auftrieb für das Insekt erzeugen und ihm somit auch mehr Auftrieb verschaffen, als es die Wissenschaftler ursprünglich angenommen hatten

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Letzte Änderung: Samstag, 29. März 2008